SRF rec. Privatschulen – Warum wenden sich Familien von der Volksschule ab?

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Gedanken zur SRF-Doku über Privatschulen in der Schweiz:

Ja, es braucht schulübergreifend mehr Miteinander statt Konkurrenz und evtl. auch Mischformen verschiedener Wege. So ist es z.B. in den USA möglich, dass ein Kind an einigen Tagen im Homeschooling unterrichtet wird, an anderen Tagen in die öffentliche Schule geht.


Ja, Schule befindet sich im Wandel – Lebenskompetenzen, emotionale Stabilität und Selbstwirksamkeit werden immer wichtiger.
Und ja, das aktuelle System wird vielen Kindern nicht gerecht. Die Vielfalt an Voraussetzungen, Tempi und Bedürfnissen ist schlicht grösser, als ein normiertes Setting auffangen kann.

Gleichzeitig lohnt sich ein zweiter Blick. Wenn Kinder überwiegend das tun, was ihnen leichtfällt oder ihren Interessen entspricht, stellt sich eine zentrale Frage: Wo lernen sie, mit Widerständen umzugehen? Resilienz, Frustrationstoleranz und innere Kraft entstehen nicht im reibungslosen Raum, sondern dort, wo Herausforderungen bewältigt werden müssen – begleitet, aber nicht umgangen.

Die eigentliche Frage ist deshalb nicht Volksschule oder Privatschule.
Sondern: Wie schaffen wir Lernräume, die sowohl schützen als auch stärken?
Räume, in denen Kinder gesehen werden – und gleichzeitig lernen, sich selbst etwas zuzutrauen, auch wenn es schwierig wird.

Dass sich viele Familien keine Privatschule leisten können, vergrössert die soziale Schere und stellt den Anspruch auf Chancengerechtigkeit im Bildungssystem grundsätzlich infrage.

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