Einsteintipp: Matheprobleme in der 1. Klasse
In der ersten Klasse werden wichtige Mathe-Grundlagen gelernt, z.B. die Mengenerkennung. Probleme bei der Mengenerkennung kann zwei Gründe haben:
1. Wenn sich Mathe-Probleme so früh zeigen, ist es oft ein Hinweis darauf, dass die Vernetzung im Hirn nicht vorhanden ist, um solche Aufgaben zu lösen. Der Stoff sitzt nur kurzfristig, kann aber nicht langfristig integriert werden. Diskalkulie-Diagnosen sind oft Hilflosigkeitsdiagnosen, mit denen sich Lehrpersonen/Schulen aus der Verantwortung ziehen können, einem Kind die Grundlagen zu vermitteln. Es gibt gewisse Körperübungen, mit denen diese Vernetzung gefördert werden kann. Erstaunlich ist hierbei, dass sich dann meist Verbesserungen in mehreren Bereichen (fächerübergreifend in der Schule, Sozialverhalten,…) zeigen. Auch muss Mathe, bzw. die einzelnen Kompetenzen, dann nicht «gebüffelt» werden, weil das Hirn die Schlüsse selbst ziehen kann. Wenn hierzu Interesse besteht, bitte PN an mich.
2. Die Übungen wurden zu wenig lange durchgeführt, so dass es nicht sitzt. Jedoch: Die Mengenerkennung funktioniert auch bei uns Erwachsenen in der Regel nicht über 7. Aus Studien weiss man, dass ein Säugling hingegen ist in der Lage ist, eine praktisch unbegrenzte Menge an Punkten zu erkennen. Hier sieht man gut, wie Fähigkeiten, die eigentlich in uns angelegt sind, aufgrund von Nichtgebrauch verkümmern. Wer sich hierzu schlau machen will, dem empfehle ich die Bücher von Glenn Doman und das Institute for the Achievement of Human Potential: https://iahp.org/
Ich arbeite bei diesem Thema oft mit Würfeln. Bei einem herkömmlichen Würfel ist die Mengenzerlegung von 7 ja bereits gegeben. Für die weiteren Zahlen, kannst du selbst Würfel erstellen. Z.B. gibt es im Coop Bau & Hobby neutrale Holzwürfel. Du kannst mit einem Stift oder Holzbrennstab die Zerlegung jeweils einer Zahl pro Würfel üben. Also bei der 5 hast du auf der einen Seite z.B. eine 3 und auf der gegenüberliegenden Seite die 2. Für die 10 nehme ich zwei Würfel. Übe jeweils nur mit einem Würfel, bis dein Lernkind das Ergebnis (also die gegenüberliegende Zahl) innerhalb einer Sekunde nennen kann. Ihr könnt diese Übung spielerisch, ein paar Minuten jeden Tag, in den Alltag integrieren. Ich mache dies auch oft als Aufwärmübung bei einem Lerncoaching, oder zwischendurch als Auflockerung.